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13. Juli 2015

Gemüserösti mit Dillcreme und Forelle


Wir haben neuerdings einen neuen Untermieter. Ungefragt. Der ist einfach so bei uns eingezogen. Reingelassen hat ihn mein Freund. Er konnte ja nicht wissen, welche Folgen das hatte. Dieser ungebetene Gast nennt sich Nahrungsmittelunverträglichkeit und wirbelt unseren Speiseplan ganz schön durcheinander. Anstrengend, dieser Typ! Aber einfach so rausschmeißen können wir ihn auch nicht, deshalb arrangieren wir uns mit ihm. Und wer hätte es gedacht - so schlimm ist er doch gar nicht, wenn man ihn erstmal etwas besser kennenlernt. Außerdem zwingt er einen dazu, Gewohnheiten abzulegen und Neues auszuprobieren. Und gerade beim Essen ist das nicht nur spannend, sondern auch mit viel "Aha!" und "Achso...!" und "Ach, guck mal an!" verbunden.

Ja ja, ich weiß, diese Unverträglichkeiten sind scheinbar zum neuen Trend geworden. Irgendwie hat jeder eine. Und wer keine hat, der legt sich eben einfach eine zu. Man will ja schließlich mitmachen, bei diesem neuen Ding. Grundsätzlich bin ich etwas skeptisch, ob nicht oftmals viel zu schnell von einer Unverträglichkeit gesprochen wird, wenn die eigentliche Ursache doch möglicherweise ganz woanders liegt. Das soll natürlich nicht heißen, dass dies bei jedem der Fall ist! Es gibt viele Menschen, die tatsächlich einige Lebensmittel nicht vertragen und die es damit nicht gerade einfach haben. Und jetzt, nachdem mein Freund einiges nicht mehr essen darf, weiß ich, wie schwer es wirklich sein kann, wenn man auf heißgeliebte Speisen verzichten muss. Aus Solidarität mache ich zu Hause bei der neuen Ernährung mit. Ich fände es einfach unfair, wenn ich neben ihm sitze und etwas esse, was er auch so gerne essen würde, aber nicht essen darf. Außerdem ist es so einfacher. Es wird nur noch gekauft, was er verträgt und er muss nicht mehr darüber nachdenken, was er aus dem Vorratsschrank nehmen darf und was nicht.

Die stärksten Unverträglichkeiten hat mein Freund übrigens bei Gluten, Hefe und Eiern. In den ersten Tagen kann dies schonmal in die Verzweiflung führen, da in unglaublich vielen Dingen mindestens eines von den Dreien enthalten ist. Sogar dort, wo man es nicht vermutet. Und: Versucht mal, ein Brot ohne Gluten (enthalten in: Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel) und ohne Hefe zu backen. Wer das noch nie gemacht hat, wird erstmal verzweifeln. Vor allem, weil die Alternativen nun mal eben anders schmecken. Nicht schlecht, aber anders. Mittlerweile haben wir aber ein Rezept ausgetüftelt, mit dem wir zufrieden sind. Es muss noch weiter optimiert werden, aber wenn ich soweit bin, werde ich es hier verraten.

Heute möchte ich aber zunächst ein Rezept mit euch teilen, dass als schnelles Mittag- oder Abendessen für zwei Personen gedacht ist. Ich habe es aus der Mai-Ausgabe der Living At Home aus 2011. Wer eher großen Hunger hat, sollte das doppelte Rezept machen. Für diejenigen, die sich den Bauch nicht so vollschlagen wollen, reicht diese einfache Menge.


Zutaten für 2 Portionen:

400 g Kartoffeln
80 g Zucchini
80 g Möhren
1 EL Speisestärke

2 EL Öl
1 EL fein geschnittener Dill
4 EL Crème fraîche
120 g geräuchertes Forellenfilet
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kartoffeln, Zucchini und Möhren schälen und grob raspeln. In einer Schale mit der Speisestärke gut durchmischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Je 1 EL Öl in zwei beschichtete Pfannen erhitzen. Geraspeltes Gemüse mit den Händen kräftig ausdrücken. In zwei Portioen auf die Pfannen verteilen. Mit dem Pfannen wender zu flachen Rösti formen. Bei starker Hitze etwa 4 Minuten je Seite knusprig braun braten. Vorsichtig wenden.
Dill und Crème fraîche glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken. Die Creme und das Forellenfilet auf den Rösti anrichten und ggf. noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.


Wer jetzt im Sommer lieber leichtes Essen genießt, für den ist das hier genau das richtige. Lasst es euch schmecken!

 Cathrin

7. Juni 2015

Schokoladen-Zucchini-Nuss-Kuchen mit Karamellsoße


Jetzt ist es schon mehr als zwei Monate her, dass ich das letzte Mal etwas gepostet habe. Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, meinen Blog nicht mehr über so einen Zeitraum sich selbst zu überlassen. Dann kam aber meine Bachelorarbeit dazwischen, beziehungsweise das Ende der Arbeit. Nachdem ich Ende April nochmal so richtig reingehauen habe, habe ich sie im Mai endlich abgegeben!! Puh... Danach brauchte ich aber noch etwas Zeit, um zumindest teilweise wieder auf Blogmodus umzustellen. Nachdem ich so viel geschrieben hatte, fehlte mir die Lust, für meinen Blog auch noch zu schreiben. Irgendwie war die Luft raus.
Gebacken habe ich aber trotzdem. Und vor allem Ideen gesammelt für zukünftige Backexperimente. Das letzte Backexperiment, dieser Schokoladenkuchen, ist sehr gut gelaufen. Ich hatte mit einer Freundin zusammen überlegt, welchen Kuchen wir bei der Arbeit gerne als nächstes essen würden. Und sind ziemlich schnell auf eine Kombination aus Schokolade, Nüssen und Karamell gekommen. Ein Klassiker, der irgendwie immer geht, oder?
Die passenden Rezepte hatte ich dann auch ganz schnell gefunden. Der Schokoladenkuchen ist eigentlich ein Rezept für Mini-Muffins und das Rezept für die Karamellsoße habe ich von hier. Viele Rezepte lassen sich ganz leicht abwandeln. Man muss es einfach nur ausprobieren. Und manchmal wird man mit einem saftigen Schokoladenkuchen belohnt. Dass er so saftig ist liegt an den Zucchini, die man in einem Schokoladenkuchen ja eher nicht erwarten würde. Aber keine Sorge, man schmeckt sie überhaupt nicht heraus.


Zutaten für die Karamellsoße:
230 g Zucker
4 EL Wasser
2 EL Butter
240 ml Kondensmilch

Zubereitung:
Zucker und Wasser in einem kleinen Topf verrühren und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze kochen, bis der Zucker komplett aufgelöst ist (etwa 3 Minuten). Jetzt ohne Rühren etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Mischung hellbraun geworden ist. Vom Herd entfernen und kurz abkühlen lassen. Die Butter und Kondensmilch vorsichtig hinzugeben und umrühren. Bei mittlerer Hitze das Karamell zum schmelzen bringen. Kurz aufkochen lassen (1 Minute), vom Herd entfernen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Abdecken und etwa 1 Stunde ruhen lassen, bis die Karamellsoße leicht angedickt ist.

 
Zutaten für den Kuchen:
125 g Butter
200 g Zucker
1 Ei (L)
120 g Mehl
1 mittelgroße Zucchini
30 g Backkakao
100 g Zartbitterschokolade
3 EL Saure Sahne
1/2 TL Salz
1/2 TL Vanilleextrakt
1 TL Backpulver
4 gute Handvoll verschiedene Nüsse (z. B. Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Pecanüsse)

Zubereitung:
Butter schmelzen und abkühlen lassen. Zucchini fein reiben. Schokolade hacken. Die Nüsse grob hacken und beiseite stellen.
Ofen auf 175° C vorheizen. In einer großen Schüssel Butter, Zucker, Salz und Ei verrühren, bis alles gut vermischt ist. Vanilleextrakt, Zucchini und Saure Sahne hinzufügen und guit unterrühren. Mehl, Backpulver und Kakao hinzusieben, unterrühren. Zum Schluss die Schokolade unterheben.

Die Teigmischung in eine gefettete Tarteform geben und im Ofen etwa 15 Minuten backen. Herausnehmen und die gehackten Nüsse auf dem Kuchen verteilen. Weitere 15 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig in der Mitte durchgebacken ist.

Den Kuchen und die Soße separat servieren. Ganz besonders lecker schmeckt es, wenn man auf den fertigen Kuchen noch etwas grobes Salz streut und dann die Soße darüber gibt.
 

Karamellsüße Grüße! ;-)

Cathrin

21. Juli 2014

Zucchini-Curry-Cremesuppe


Wer eigene Zucchinipflanzen im Garten hat, hat wahrscheinlich im Moment das Problem, dass er eigentlich schon fast keine Zucchini mehr sehen, geschweige denn essen, kann. Manchmal wäre es doch schön, wenn Gemüse genauso wachsen würde, wie man es braucht, oder? Aber da das leider nicht geht, muss man sich eben überlegen, was man mit dem ganzen frischen Grünzeug machen kann. Ohne, dass einem nach einer Woche alles zum Hals raushängt. Vor allem, weil es nicht nur gesund ist, sondern mal ganz ehrlich: Was gibt es schöneres, als den eigenen Garten aufblühen und die Früchte reifen zu sehen, um sie dann am Ende zu ernten? Ich habe leider nur einen kleinen Balkon, kann es aber kaum erwarten einen eigenen Garten zu haben. Bis dahin gebe ich mich mit Fotos vom Garten meiner Eltern und Erntegeschichten anderer Leute zufrieden. Und damit, neue Rezepte mit Gemüse auszuprobieren. Um später, wenn ich meine eigenen Zucchini ernte, genug leckere Ideen zu haben, was ich damit anstellen kann.


Rezept (Zutaten für 4 Portionen)
1 Zwiebel
1 kleiner säuerlicher Apfel
100 g Petersilienwurzel ( oder 50 g Knollensellerie)
1 kleine Möhre
2 EL Butter
2 EL Currypulver
800 ml Gemüsebrühe (Instant)
1 mittelgroße Zucchini
250 g Crème fraîche
Salz, Pfeffer
Zwiebel abziehen, grob würfeln. Apfel schälen, entkernen, grob würfeln. Petersilienwurzel und Möhre putzen, schälen, ebenfalls in Würfel schneiden.
Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Gemüse und Apfel darin andünsten. Curry darüber stäuben, kurz mitdünsten. Brühe zufügen, 15 Minuten köcheln.
Inzwischen Zucchini putzen, waschen und grob würfeln. Nach 10 Minuten in die Suppe geben.
Die Suppe mit dem Pürierstab durchmixen. 200 g Crème fraîche einrühren. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, nochmal aufkochen lassen.
Gibt es etwas, was bei euch im Garten im Überfluss wächst und wofür ihr noch ein neues Rezept braucht?
Cathrin