Posts mit dem Label glutenfrei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label glutenfrei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

30. November 2015

Okraschoten und Kartoffeln



Ich habe das sehr große Glück, dass ich viele Freunde aus den unterschiedlichsten Ländern habe. Dadurch komme ich immer wieder in den Genuss, essenstechnisch neue Dinge probieren zu dürfen.

Schon ziemlich lange wollte ich mal Okraschoten probieren, wusste aber nie so genau, wie ich sie am besten zubereite. Vor einigen Wochen war ich dann bei einer Bekannten aus Nepal, die neben anderen nepalesischen Leckereien auch zusammen mit Kartoffeln gebratene Okraschoten gemacht hatte. Ich durfte sie also endlich mal probieren! Und ich fand sie so lecker, dass ich direkt wusste: das mache ich zu Hause auch! Gerade wenn man zum ersten Mal mit neuen Zutaten kocht, ist es super, wenn das Gericht so einfach und schnell zuzubereiten ist. Ansonsten macht man es dann ja doch nicht, oder?



Zutaten:

Okraschoten
Kartoffeln
Öl
Kreuzkümmel (Cumin) gemahlen und ganz
Kurkuma
Salz, Pfeffer
geschrotete Chilischoten (Piri Piri)

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen. Wasser abgießen und die Kartofflen komplett auskühlen lassen. Dann in Würfel schneiden. Okraschoten waschen, den Stielansatz abschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Okraschoten und Kartoffeln darin anbraten. Wenn die Schoten gut durchgebraten sind, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel (hiervon ruhig ordentlich viel) abschmecken. Kurkuma und Chilischoten hinzufügen, nochmal alles vermischen, auf Teller geben und genießen.


Am Donnerstag werde ich übrigens wahrscheinlich endlich mal lernen, wie man Dal zubereitet. Das ist ein sehr einfaches, sehr leckeres, typisch indisches und nepalesisches Gericht aus Linsen und wird meistens mit Reis serviert. Gegessen habe ich es schon unzählige Male, aber bisher konnte ich es nicht nachkochen. Ich hoffe, dass sich das ab Donnerstag ändert. Ich freu mich schon!

Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche und vor allem eine schöne Vorweihnachtszeit!

Cathrin

5. August 2015

Fischcurry mit Mangold


Endlich ist der Sommer wieder nach Hamburg gezogen! Ich sag euch, im Juli oder August mit einer Jacke herumzulaufen, die eigentlich für den Herbst bestimmt war, macht keinen Spaß! Wie lange wir dieses Mal das sonnige und warme Wetter genießen können, weiß ich nicht. Aber man soll ja auch den Moment genießen. Und das mache ich jetzt auch.

Passend zum Sommer habe ich vor einiger Zeit ein (für mich) neues Rezept ausprobiert. Fischcurry mit Mangold und Reis. Mir lief schon beim Lesen der Zutatenliste das Wasser im Mund zusammen. Und das Endergebnis war noch viel besser! Richtig lecker und perfekt für den Sommer! Nur die Angabe, dass die Menge zwei Portionen entspricht, war nicht ganz richtig. Es sei denn, beide Personen haben einen SEHR großen Hunger. Ich finde, man kann sehr gut vier Portionen daraus machen.

In meinem letzten Post hatte ich erzählt, dass ich jetzt unter anderem glutenfrei kochen muss. Zu Beginn war mein Freund alles andere als begeistert (und ist es immer noch nicht wirklich), aber ab und zu finden wir Gerichte, die einem den Verzicht wirklich erleichtern. Dieses Curry ist eines davon. Wer auf Fisch und asiatische Küche steht, sollte es definitiv mal ausprobieren.


Zutaten für 4 Portionen:
300 g Basmatireis
1/2 entkernte Chilischote
15 g Ingwer
1 Zwiebel
1 EL Öl
2 TL Currypulver
150 ml Gemüsebrühe
400 ml Kokosmilch
400 g Seelachsfilet
150 g Mangold
1 Lauchzwiebel
2 EL Erdnusskerne (geröstet und gesalzen)
Salz
Saft von 1 Limette

Zubereitung:
Reis nach Packungsanleitung in Salzwasser garen.
Die Chili fein würfeln, den Ingwer schälen und fein hacken und die Zwiebel pellen und würfeln. Das Öl in einem weiten Topf erhitzen. Die wiebel mit Chili und Ingwer glasig dünsten. Das Currypulver kurz mit anrösten. Gemüsebrühe und Kokosmilch zugeben. Erhitzen und 5 Minuten köcheln lassen.
Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die grünen Blätter vom Mangold quer in ca. 2 cm breite Streifen und die weißen Stiele in sehr feine, ca. 5 mm breite Streifen schneiden. Die Lauchzwiebel in Ringe schneiden. Erdnusskerne grob hacken.
Fisch ca. 8 Minuten in der Currysauce köcheln lassen. Nach 4 Minuten Mngold und zum Schluss Lauchzwiebel unterrühren. Alles mit Salz und Limettensaft abschmecken. Auf dem Reis anrichten und mit Erdnüssen bestreuen.


Wie sieht der Sommer in diesem Jahr bei euch aus? Zu warm? Zu kalt? Durchwachsen? Genau richtig?

Cathrin

13. Juli 2015

Gemüserösti mit Dillcreme und Forelle


Wir haben neuerdings einen neuen Untermieter. Ungefragt. Der ist einfach so bei uns eingezogen. Reingelassen hat ihn mein Freund. Er konnte ja nicht wissen, welche Folgen das hatte. Dieser ungebetene Gast nennt sich Nahrungsmittelunverträglichkeit und wirbelt unseren Speiseplan ganz schön durcheinander. Anstrengend, dieser Typ! Aber einfach so rausschmeißen können wir ihn auch nicht, deshalb arrangieren wir uns mit ihm. Und wer hätte es gedacht - so schlimm ist er doch gar nicht, wenn man ihn erstmal etwas besser kennenlernt. Außerdem zwingt er einen dazu, Gewohnheiten abzulegen und Neues auszuprobieren. Und gerade beim Essen ist das nicht nur spannend, sondern auch mit viel "Aha!" und "Achso...!" und "Ach, guck mal an!" verbunden.

Ja ja, ich weiß, diese Unverträglichkeiten sind scheinbar zum neuen Trend geworden. Irgendwie hat jeder eine. Und wer keine hat, der legt sich eben einfach eine zu. Man will ja schließlich mitmachen, bei diesem neuen Ding. Grundsätzlich bin ich etwas skeptisch, ob nicht oftmals viel zu schnell von einer Unverträglichkeit gesprochen wird, wenn die eigentliche Ursache doch möglicherweise ganz woanders liegt. Das soll natürlich nicht heißen, dass dies bei jedem der Fall ist! Es gibt viele Menschen, die tatsächlich einige Lebensmittel nicht vertragen und die es damit nicht gerade einfach haben. Und jetzt, nachdem mein Freund einiges nicht mehr essen darf, weiß ich, wie schwer es wirklich sein kann, wenn man auf heißgeliebte Speisen verzichten muss. Aus Solidarität mache ich zu Hause bei der neuen Ernährung mit. Ich fände es einfach unfair, wenn ich neben ihm sitze und etwas esse, was er auch so gerne essen würde, aber nicht essen darf. Außerdem ist es so einfacher. Es wird nur noch gekauft, was er verträgt und er muss nicht mehr darüber nachdenken, was er aus dem Vorratsschrank nehmen darf und was nicht.

Die stärksten Unverträglichkeiten hat mein Freund übrigens bei Gluten, Hefe und Eiern. In den ersten Tagen kann dies schonmal in die Verzweiflung führen, da in unglaublich vielen Dingen mindestens eines von den Dreien enthalten ist. Sogar dort, wo man es nicht vermutet. Und: Versucht mal, ein Brot ohne Gluten (enthalten in: Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel) und ohne Hefe zu backen. Wer das noch nie gemacht hat, wird erstmal verzweifeln. Vor allem, weil die Alternativen nun mal eben anders schmecken. Nicht schlecht, aber anders. Mittlerweile haben wir aber ein Rezept ausgetüftelt, mit dem wir zufrieden sind. Es muss noch weiter optimiert werden, aber wenn ich soweit bin, werde ich es hier verraten.

Heute möchte ich aber zunächst ein Rezept mit euch teilen, dass als schnelles Mittag- oder Abendessen für zwei Personen gedacht ist. Ich habe es aus der Mai-Ausgabe der Living At Home aus 2011. Wer eher großen Hunger hat, sollte das doppelte Rezept machen. Für diejenigen, die sich den Bauch nicht so vollschlagen wollen, reicht diese einfache Menge.


Zutaten für 2 Portionen:

400 g Kartoffeln
80 g Zucchini
80 g Möhren
1 EL Speisestärke

2 EL Öl
1 EL fein geschnittener Dill
4 EL Crème fraîche
120 g geräuchertes Forellenfilet
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kartoffeln, Zucchini und Möhren schälen und grob raspeln. In einer Schale mit der Speisestärke gut durchmischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Je 1 EL Öl in zwei beschichtete Pfannen erhitzen. Geraspeltes Gemüse mit den Händen kräftig ausdrücken. In zwei Portioen auf die Pfannen verteilen. Mit dem Pfannen wender zu flachen Rösti formen. Bei starker Hitze etwa 4 Minuten je Seite knusprig braun braten. Vorsichtig wenden.
Dill und Crème fraîche glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken. Die Creme und das Forellenfilet auf den Rösti anrichten und ggf. noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.


Wer jetzt im Sommer lieber leichtes Essen genießt, für den ist das hier genau das richtige. Lasst es euch schmecken!

 Cathrin