16. März 2015
Franzbrötchen
Ich wohne jetzt seit etwas mehr als acht Jahren in Hamburg. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Acht Jahre hört sich nach einer Ewigkeit an, fühlt sich aber an wie mal eben kurz die Augen zu und zack! - Herzlich Willkommen in 2015! Ich kann mich noch ziemlich gut an meine ersten Tage und Wochen in Hamburg erinnern. Wie ich durch die Straßen lief, mich alles Mögliche an London erinnerte und ich mir ganz schnell sicher war: hier bleib ich. So ein kleines bisschen war das ein Gefühl von Liebe auf den ersten Blick. Hamburg ist einfach toll!
Liebe auf den ersten Biss hatte ich mit den allen Hanseaten so bekannten Franzbrötchen. Ein süßes Gebäck aus Blätterteig mit Zimt und Zucker, das es in unglaublich vielen Varianten gibt (mit Schoki, mit Streuseln, mit Kürbiskernen, mit Kirschen, mit Äpfeln, mit Nougat, mit Karamell, usw.) und das über Norddeutschland hinaus kaum bekannt ist. Was ich absolut nicht verstehe. Wie kann es sein, dass ein so leckeres, süßes, saftiges Gebäck, das sich (vor allem in Hamburg) so gut verkauft, in anderen Teilen Deutschlands nicht ankommt? Was mache ich denn, wenn ich meine Eltern im Münsterland besuche und Heißhunger auf Franzbrötchen bekomme? Dann bin ich ja total aufgeschmissen!
Damit ich in Zukunft nicht verzichten muss, habe ich jetzt endlich mal selber versucht, Franzbrötchen zu machen. Und das Rezept dazu habe ich aus einer alten Ausgabe der Zeitschrift Living at Home. Wenigstens haben die verstanden, wie toll Franzbrötchen doch sind!
Zutaten für 10 Stück:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe (42 g)
270 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
2 Eigelb (M)
Salz
Schale und Saft von 1/2 unbehandelten Orange
270 g Butter
2 TL gemahlener Zimt
Mehl zum Ausrollen
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe hineinkrümeln, mit 70 g Zucker, Milch und Eigelben verrühren. Eine Prise Salz, Orangenschale und 70 g weiche Butter zugeben. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.
200 g Butter kalt stellen. 200 g Zucker und Zimt mischen. Den Teig nochmals kräftig durchkneten. Auf wenig Mehl ca. 30 x 25 cm groß ausrollen. Butter in dünne Scheiben schneiden. Eine Teighälfte damit belegen, dabei an den Rändern einen ca. 2 cm breiten Streifen frei lassen. Teighälfte ohne Butterstücke darüber klappen, die Ränder gut andrücken und nach oben umschlagen. Teig auf wenig Mehl ca. 30 x 50 cm ausrollen und von der kurzen Seite zur Mitte hin 1/3 überklappen. Die andere Teigseite so darüber klappen, dass drei Schichten entstehen, dann ca. 20 Minuten kalt stellen.
Teig ca. 80 x 40 cm ausrollen. Mit dem Orangensaft bestreichen, Zimtzucker darüber streuen. Von der langen Seite her fest aufrollen. In 10 Stücke schneiden. Diese in der Mitte parallel zu den Schnittflächen mit einem Kochlöffelstiel fest eindrücken, sodass sich die Kanten hochbiegen. Auf Bleche mit Backpapier setzen. Franzbrötchen, die zuerst gebacken werden, ca. 15 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen, übriges Blech kalt stellen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) je 20 - 25 Minuten backen.
Tipp: Die ungebackenen Franzbrötchen lassen sich gut einfrieren. Auf einem Tablett vorfrieren, dann in Beutel packen.
Gibt es bei euch auch etwas Leckeres, das es sonst nirgendwo gibt, aber unbedingt geben sollte? Wenn ja, was ist es?
Cathrin
15. März 2015
Für Ostern: Strohhalme im Mustermix
Wenn ich Freunde oder Familie zu Besuch habe und für's Essen den Küchentisch schön eindecken möchte, orientiere ich mich immer daran, welche Farben und Muster in meiner Küche vorherrschen. Die Küchenstühle sind zum Beispiel mit schwarz und weiß gestreiftem Stoff bezogen. Und an der Wand hängt meine Tellersammlung im Blumenmuster. Außerdem habe ich dort einige kupferne Kerzenhalter rumstehen. Deshalb tauchen in der Tischdeko auch ganz oft die Farben Schwarz, Weiß, Kupfer und Blumig auf. Ja, Blumig ist ne Farbe. Warum? Einfach, weil das in dieser Aufzählung so schön passte.
Auch zu Ostern sieht mein Farbkonzept so aus. Nachdem ich im letzten Jahr den Schwerpunkt auf Kupfer gesetzt habe, sind in diesem Jahr die anderen drei dran. Und ich finde, schwarz und weiß passen perfekt zu Blumen. Das eine zurückhaltend und klassisch, das andere bunt und verspielt. Ein ideales Paar.
Diese Paarung wollte ich dann auch gleich mal umsetzen und habe meine kürzlich erstandenen Papierstrohhalme mit Blumenhasen versehen, die ich vorher mit Serviette beklebt habe. Das geht so: Von der Serviette die oberste Lage (die, wo das Muster drauf ist) abziehen, ggf. die gewünschte Stelle ausschneiden, Hasen mit Bastelleim einpinseln, Serviette aufkleben, nochmal Leim drüber, trocknen lassen. Dann die getrockneten Hasen mit Heißkleber am Strohhalm befestigen und fertig!
Die Hasen habe ich von Rossmann. Man kann hierfür aber auch andere Streudeko nehmen. Die gibt es in so ziemlich jedem Bastel- und Dekoartikelladen. Die Strohhalme sind von Tiger, einer meiner absoluten Lieblingsshops, den es bisher leider fast nur in Norddeutschland gibt. Aber ich bin sicher, das wird nicht mehr lange so bleiben!
Aus so tollen Strohhalmen trinkt es sich doch gleich noch viel besser, oder? Ich zumindest genieß jetzt meinen frisch gepressten O-Saft. Prost!
Cathrin
9. März 2015
Karamell-Muffins mit Toffifee
Zur Arbeit am Samstag wollte ich wieder etwas backen, da ein sehr lieber Kollege am Tag zuvor Geburtstag hatte. Er bringt jedes Mal Toffifees mit, so dass die Überlegung, was ich machen soll, ziemlich schnell beendet war. Ich habe einfach nach einem Rezept für Muffins mit Toffifees gesucht und bin hier fündig geworden.
Zutaten für 12 Muffins:
100 g Butter
100 g Zucker
250 g Mehl
200 g Crème fraîche
4 EL Karamellsauce
200 g Toffifee
2 Eier
2 gestrichene TL Backpulver
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, 12 Muffinförmchen vorbereiten. Die Butter schmelzen, Mehl und Backpulver vermischen und die Toffifees zerhacken. Die Eier und den Zucker mit dem elektrischen Handrührgerät schaumig schlagen. Die Butter, die Crème fraîche und die Karamellsauce nach und nach dazurühren. Die Mehlmischung dazusieben und alles gut verrühren. Dann die Toffifees unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und im Ofen 20 bis 25 Minuten backen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Auf einem Gitter vollständig erkalten lassen.
Wer möchte, kann die Muffins, so wie ich das gemacht habe, noch mit Schokolade überziehen und mit Toffifees verzieren.
Man könnte die kleinen Kuchen natürlich auch ohne Toffifees machen und entweder pur genießen oder mit anderen Dingen befüllen. Einfach nur mit gehackten Nüssen oder Schokolade. Oder mit einem Kern aus Karamellsoße. Habt ihr auch noch eine Idee, was man zufügen kann? Schreibt mir über die Kommentarfunktion!
Cathrin
4. März 2015
Schoko-Bananenkuchen
Ich durchlaufe immer wieder Phasen. Kulinarischer Art. Zum Beispiel habe ich mal eine ganze Zeit lang morgens zum Frühstück immer nur Vollkorntoast mit Kräuterfrischkäse, Hähnchenbrustaufschnitt, Tomaten und Gurken gegessen. Ein anderes Mal gab es für mich nichts besseres als Himbeer-Erdbeer-Tee. Dann wieder habe ich ständig Lachs mit Porree gegessen. Oder ich konnte nicht genug bekommen von Tomaten-Mozzarella-Nudel-Salat. Jetzt gerade bin ich wohl in einer Bananenphase. Die gibt es jeden Morgen zum Frühstücksmüsli. Weil mir das aber nicht wirklich genug ist, probiere ich auch alle Bananenkuchenrezepte, die ich bei mir finde. Das Gute daran ist, dass ich nicht nur meine Bananenlust befriedigen kann, sondern dass ich auch eine Möglichkeit gefunden habe, wie ich die überreifen Bananen schmackhaft verarbeiten kann. Banane pur mag ich nämlich am liebsten, wenn sie nicht ganz reif ist, also nicht ganz so süß. Im Kuchen kann es allerdings nicht süß genug sein. Deshalb kam dieses Rezept für Bananen-Schokokuchen ganz wie gerufen.
Zutaten:
Für den Teig:
250 g Zucker
250 g weiche Butter
3 Eier (Zimmertemperatur)
300 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Zimt
2 TL Backkakao
75 g Blockschokolade
3-4 sehr reife Bananen
Für den Guss:
150 g Kuvertüre
1 EL Butter
Eine Kastenkuchenform fetten und mehlen. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und Kakao in einer Schüssel mischen. Die Schokolade fein hacken. Zucker und Butter in einer Rührschüssel mit dem Mixer schaumig schlagen. Nacheinander die Eier hinzufügen und gut unterrühren. Die Bananen ebenfalls. Nun die Mehlmischung dazusieben und alles mit dem Mixer verrühren. Die Schokolade unterheben. Den Teig in die Form füllen und im Ofen ca. 1 Stunde backen. Mit einem Holzstab prüfen, ob der Kuchen fertig ist. In der Form ein paar Minuten abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Rost vollständig erkalten lassen. Für den Guss die Kuvertüre mit der Butter in einem Wasserbad schmelzen, beides so lange rühren, bis ein glatter Guss entstanden ist. Diesen mit einem Backpinsel auf dem Kuchen verteilen. Wer mag, kann noch etwas Raspelschokolade oder Bananenchips zum Verzieren auf den Guss geben.
Die Bananen im Kuchen machen ihn richtig schön saftig und sorgen dafür, dass er nicht so schnell austrocknet. Man kann den Kuchen sehr gut einfrieren oder in Frischhaltefolie gewickelt ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Nachdem dieser Kuchen so lecker war, bin ich jetzt auf der Suche nach einem anderen Kuchenrezept mit Banane. Sobald ich ein gutes gefunden habe, werde ich es euch zeigen.
Bis dahin probiert diesen Kuchen doch mal aus und berichtet, wie er euch gefällt.
Alles Liebe,
Cathrin
20. Februar 2015
Neue Serie: Mein Blumenstrauß des Monats (Februar)
Ich habe jetzt ziemlich lange darüber nachgedacht, ob ich einen Blumen-Post schreiben soll oder nicht. Ich bin ja schließlich absolut keine Expertin! Allerdings weiß ich, dass es einige Mädels da draußen gibt, die ihre Wohnung gerne mit schönen Blumen schmücken, aber absolut keine Ahnung haben, worauf sie achten müssen oder welche Blumen sich nicht vertragen. Außerdem ist es gar nicht so einfach, sich mit Blumen einzudecken und NICHT unglaublich viel Geld auszugeben. Und es gibt bestimmt noch andere, denen die fertig gebundenen Sträuße oft zu perfekt aussehen und die eher einen etwas "wilderen" Blumenstrauß bevorzugen.
Aus diesen Gründen habe ich mir gesagt: "Cathrin, was soll's? Dann schreib doch über Blumen, wenn du Spaß daran hast! Expertin hin oder her, es gibt immer jemanden, der weniger weiß. Und vielleicht freut die ein oder andere sich ja über ein paar Ideen, meine Erfahrungen und Erkenntnisse und über eine kleine Inspiration."
Ich werde ab jetzt also jeden Monat meinen ganz persönlichen Blumenstrauß des Monats vorstellen und etwas zu den einzelnen Blumen und meinen Erfahrungen mit ihnen schreiben. Es wäre ganz toll, wenn sich daraus (über die Kommentarfunktion) vielleicht ein kleiner Erfahrungsaustausch ergibt.
In diesem Monat habe ich mich für einen sehr klassischen Frühlingsstrauß entschieden. Wahrscheinlich geht es fast allen im Februar so, dass sie es kaum noch erwarten können, bis der Frühling endlich beginnt. Und um ihn zumindest schonmal in die Wohnung oder ins Haus zu holen, gibt es wohl kaum besser geeignetere Kandidaten als die wohl beliebtesten Frühlingsblumen: Tulpen. Das wahrscheinlich Tollste an Tulpen ist ihre ungeheure Vielfalt. Es gibt sie in über hundert verschiedenen Sorten und Farben, so dass für jeden etwas dabei ist.
Blumen in diesem Strauß: Tulpen in cremeweiß, rosa, weiß-rosa und lila, weiße Hyazinthen, Wachsblumen (Hakiges Chamelaucium) und Heidelbeergrün
Die Tulpen und die Hyazinthen habe ich von einem kleinen Blumenhändler in Hamburg (Susannenstraße 30). Dort gibt es immer nur eine sehr begrenzte Auswahl an Blumensorten. Im Moment zum Beispiel Tulpen, Hyazinthen und Amaryllis. Dafür sind diese Blumen aber extrem günstig. Für 50 Tulpen habe ich 9 Euro bezahlt, was eigentlich noch sehr viel ist. Ich habe sie auch schonmal für 6,50 Euro bekommen. So günstige Preise sind nur möglich, weil es keine Zwischenhändler gibt, die bezahlt werden wollen. Die meisten Blumenhändler kaufen ihre Ware im Blumengroßhandel und zahlen dort natürlich nochmal oben drauf, was der Großhändler für seine Arbeit berechnet. Für 5 Hyazinthen habe ich 2,20 Euro bezahlt. Die Wachsblumen (5 für 2 Euro) und das Heidelbeergrün (1 Bund für 1 Euro) habe ich bei Blume 2000 gekauft. Beides bekommt man immer recht günstig. Und es hält sich auch beides sehr gut. Die Heidelbeere sogar zwei Wochen oder länger.
Was man bei Tulpen immer bedenken muss ist, dass sie in der Vase weiter wachsen. Sie werden jeden Tag ein bisschen länger und die grünen Blätter werden jeden Tag ein bisschen weniger grün. Das hört sich erstmal nicht so schön an, ist aber für mich ein großer Pluspunkt. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, habe ich einen etwas veränderten Strauß. Es wird also nie langweilig und man kann sich nicht satt sehen. Man kann die Tulpen, wenn man möchte, jeden Tag ein bisschen kürzen, oder einfach wachsen lassen. dabei sollte man aber aufpassen, dass die Stiele nicht zu lang werden und dann umknicken. Das wäre wirklich viel zu schade!
Hyazinthen dürfen, wenn man sie mit anderen Blumen zusammen in eine Vase gibt, nach dem Kauf nicht mehr angeschnitten werden. Oder man muss sie einen Tag lang in einer gesonderten Vase "ausschleimen" lassen. Der Schleim, den sie abgeben, sorgt nämlich dafür, dass die anderen Blumen schneller welken.
Ich möchte euch natürlich auch nicht vorenthalten, wie sich der Blumenstrauß im Laufe von sechs Tagen verändert hat. Hier die Bilder dazu:
Tag 1 (direkt nach dem Kauf):
Tag 2:
Tag 3:
Tag 4: Hier habe ich leider vergessen, ein Foto zu machen. #Ups
Tag 5:
Tag 6:
Ich habe mal in voller Absicht nichts weiter gemacht, außer jeden Tag etwas frisches Wasser hinzuzugeben. Dadurch sieht man die Veränderung ganz schön.
Vor euch würde ich sehr gerne wissen, was ihr macht, damit eure Blumen länger frisch bleiben. Gibt es irgendwelche Dinge, die ihr beachtet? Habt ihr schonmal negative Erfahrungen mit angeblich guten Tipps gemacht? Im Internet findet man ja einiges zu diesem Thema, aber wirklich schlau wird man daraus nicht. Was meint ihr? Was hilft wirklich?
Cathrin
Aus diesen Gründen habe ich mir gesagt: "Cathrin, was soll's? Dann schreib doch über Blumen, wenn du Spaß daran hast! Expertin hin oder her, es gibt immer jemanden, der weniger weiß. Und vielleicht freut die ein oder andere sich ja über ein paar Ideen, meine Erfahrungen und Erkenntnisse und über eine kleine Inspiration."
Ich werde ab jetzt also jeden Monat meinen ganz persönlichen Blumenstrauß des Monats vorstellen und etwas zu den einzelnen Blumen und meinen Erfahrungen mit ihnen schreiben. Es wäre ganz toll, wenn sich daraus (über die Kommentarfunktion) vielleicht ein kleiner Erfahrungsaustausch ergibt.
In diesem Monat habe ich mich für einen sehr klassischen Frühlingsstrauß entschieden. Wahrscheinlich geht es fast allen im Februar so, dass sie es kaum noch erwarten können, bis der Frühling endlich beginnt. Und um ihn zumindest schonmal in die Wohnung oder ins Haus zu holen, gibt es wohl kaum besser geeignetere Kandidaten als die wohl beliebtesten Frühlingsblumen: Tulpen. Das wahrscheinlich Tollste an Tulpen ist ihre ungeheure Vielfalt. Es gibt sie in über hundert verschiedenen Sorten und Farben, so dass für jeden etwas dabei ist.
Blumen in diesem Strauß: Tulpen in cremeweiß, rosa, weiß-rosa und lila, weiße Hyazinthen, Wachsblumen (Hakiges Chamelaucium) und Heidelbeergrün
Die Tulpen und die Hyazinthen habe ich von einem kleinen Blumenhändler in Hamburg (Susannenstraße 30). Dort gibt es immer nur eine sehr begrenzte Auswahl an Blumensorten. Im Moment zum Beispiel Tulpen, Hyazinthen und Amaryllis. Dafür sind diese Blumen aber extrem günstig. Für 50 Tulpen habe ich 9 Euro bezahlt, was eigentlich noch sehr viel ist. Ich habe sie auch schonmal für 6,50 Euro bekommen. So günstige Preise sind nur möglich, weil es keine Zwischenhändler gibt, die bezahlt werden wollen. Die meisten Blumenhändler kaufen ihre Ware im Blumengroßhandel und zahlen dort natürlich nochmal oben drauf, was der Großhändler für seine Arbeit berechnet. Für 5 Hyazinthen habe ich 2,20 Euro bezahlt. Die Wachsblumen (5 für 2 Euro) und das Heidelbeergrün (1 Bund für 1 Euro) habe ich bei Blume 2000 gekauft. Beides bekommt man immer recht günstig. Und es hält sich auch beides sehr gut. Die Heidelbeere sogar zwei Wochen oder länger.
Was man bei Tulpen immer bedenken muss ist, dass sie in der Vase weiter wachsen. Sie werden jeden Tag ein bisschen länger und die grünen Blätter werden jeden Tag ein bisschen weniger grün. Das hört sich erstmal nicht so schön an, ist aber für mich ein großer Pluspunkt. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, habe ich einen etwas veränderten Strauß. Es wird also nie langweilig und man kann sich nicht satt sehen. Man kann die Tulpen, wenn man möchte, jeden Tag ein bisschen kürzen, oder einfach wachsen lassen. dabei sollte man aber aufpassen, dass die Stiele nicht zu lang werden und dann umknicken. Das wäre wirklich viel zu schade!
Hyazinthen dürfen, wenn man sie mit anderen Blumen zusammen in eine Vase gibt, nach dem Kauf nicht mehr angeschnitten werden. Oder man muss sie einen Tag lang in einer gesonderten Vase "ausschleimen" lassen. Der Schleim, den sie abgeben, sorgt nämlich dafür, dass die anderen Blumen schneller welken.
Ich möchte euch natürlich auch nicht vorenthalten, wie sich der Blumenstrauß im Laufe von sechs Tagen verändert hat. Hier die Bilder dazu:
Tag 1 (direkt nach dem Kauf):
Tag 2:
Tag 3:
Tag 4: Hier habe ich leider vergessen, ein Foto zu machen. #Ups
Tag 5:
Tag 6:
Ich habe mal in voller Absicht nichts weiter gemacht, außer jeden Tag etwas frisches Wasser hinzuzugeben. Dadurch sieht man die Veränderung ganz schön.
Vor euch würde ich sehr gerne wissen, was ihr macht, damit eure Blumen länger frisch bleiben. Gibt es irgendwelche Dinge, die ihr beachtet? Habt ihr schonmal negative Erfahrungen mit angeblich guten Tipps gemacht? Im Internet findet man ja einiges zu diesem Thema, aber wirklich schlau wird man daraus nicht. Was meint ihr? Was hilft wirklich?
Cathrin
11. Februar 2015
Apfel-Zimt-Muffins
Ich habe mir für dieses Jahr ganz fest vorgenommen, mehr zu backen. Vor allem möchte ich mehr neue Rezepte ausprobieren. Ich habe ja eine riesige Sammlung an noch nie nachgekochten oder nachgebackenen Rezepten. Und da kommt auch regelmäßig was neues dazu. Wenn ich also nicht versinken möchte in ...äh...einige würden sagen "in Altpapier", dann muss ich mich sputen. Ja, und das Sputen sieht dann meist so aus, dass ich mich am Wochenende mit meiner Sammlung hinsetze und mir ein paar Rezepte raussuche, die ich in der Woche darauf machen möchte. Ich schaffe nicht immer alles, aber zwei sind eigentlich immer drin. Oft mache ich ein herzhaftes Gericht zum Mittag- oder Abendessen und einen Kuchen. Das große Problem bei Backrezepten ist ja, dass sie eigentlich immer für mindestens sechs Personen gedacht sind. Aber ich will nicht wirklich Kuchen für sechs essen müssen. Also brauche ich Hilfe. Glücklicherweise habe ich ganz liebe Kolleginnen, die gerne helfen. So auch am vorletzten Wochenende. Ich hatte ein Rezept für Muffins in zwei Geschmacksrichtungen gefunden. Einmal Orange-Kokos und einmal Apfel-Zimt. Beides hörte sich toll an. Die Grundzutaten waren bei beiden gleich, was weniger Arbeit bedeutet.
Optisch war das Ergebnis dann auch super. Vor allem bei den Orangen-Kokos-Muffins. Hier der Beweis:
Was mich aber schon im Voraus an dem Rezept gestört hatte, war das Kakaopulver in den Orangen-Kokos-Muffins. Ich weiß, dass schon die Zugabe von nur einem kleinen bisschen Kakao reicht, damit ein Teig schokoladig schmeckt. Und der Name der Muffins hat doch mit Schokolade so gar nichts zu tun. Aber ich hab natürlich trotzdem alles brav nach Rezept gemacht. "Die werden schon wissen, was sie tun, die Rezepteerfinder", dachte ich. Haha! Jaja, falsch gedacht! Von wegen Orange und Kokos! Nix da! Wenn ich die tolle Verzierung oben drauf nicht gehabt hätte, hätte jeder gedacht, dass sind einfach nur Schokomuffins, bzw. Kakaomuffins. Die Kokosflocken im Teig hat man zwar im Mund gefühlt, aber von Orange war weit und breit nix zu schmecken. Was für eine Enttäuschung! Ich denke, ich werde das Ganze einfach nochmal ohne Kakao machen. Und dem Teig vielleicht etwas frisch geriebene Orangenschale zufügen. Wäre ja gelacht, wenn wir das mit dem Orange-Kokos-Exotik-Geschmackserlebnis nicht hinkriegen...
Okay, genug von dem, was nicht gut war und hin zu dem, was mir dann doch noch Freude bereitet hat: Die Apfel-Zimt-Muffins. Die waren nämlich wirklich lecker. Richtig schön Apfel-saftig und Zimt-würzig. Ich habe sie dieses Mal mit einem Viertel einer getrockneten Apfelscheibe verziert. Ich könnte mir dazu aber auch sehr gut einen Klecks frischer Vanille-Sahne vorstellen. Mjammjam.
Apfel-Zimt Muffins
Zutaten für 12 Stück:
300 g Mehl
100 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Pck. Backpulver
1 TL Zimt
125 g Butter
1 Ei
125 ml Joghurt
125 ml Apfelsaft
1 säuerlicher Apfel
etwas Puderzucker, Apfelsaft und getrocknete Apfelringe
Den Apfel schälen, entkernen und fein würfeln. Mehl, Zucker, Salz, Backpulver und Zimt mischen.
Die Butter in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen. Den Joghurt und Apfelsaft miteinander verrühren.
Jetzt in einer Schüssel das Ei aufschlagen. Die Butter unter Rühren hinzufügen. Danach das Joghurt-Saft-Gemisch. Die Mehlmischung dazusieben und alles gut verrühren. Zum Schluss die Apfelstücke unterheben.
Den Teig in Muffinförmchen füllen und bei 180 Grad etwa 20 Minuten backen.
Wenn die Muffins abgekühlt sind, etwas Puderzucker mit Apfelsaft oder Wasser mischen, so dass ein klebriger Guss entsteht. Damit kann man dann die Apfelscheiben auf die Muffins kleben.
(*Die Muffins sind etwas hell geworden, was aber am Geschmack nichts ändert. Wer ein etwas "knusprigeres" Aussehen möchte, bestreicht sie, wenn sie noch warm sind, mit etwas flüssiger Butter und streut Zimt und Zucker oben drauf)
Habt ihr auch schonmal ein Rezept nachgekocht oder -gebacken und wart von dem Ergebnis enttäuscht? Wenn ja, was habt ihr gemacht? Das würde mich echt interessieren...
Cathrin
25. Januar 2015
Kartoffel-Wirsing-Hack-Pfanne
Habt ihr auch immer das Problem, dass ihr, wenn ihr etwas mit frischem Kohl kocht, danach noch etwa vier Fünftel des Kohlkopfes übrig habt? Die sind aber auch immer riesig! Am letzten Wochenende hatte ich einen Wirsingkohl gekauft. Und seitdem jeden Tag etwas davon gehabt. Wirklich sehr ergiebig. Aber auch gar nicht so einfach, sich immer wieder was neues zu überlegen. Soll ja nicht langweilig werden. Ja, gut, ich hätte auch ganz viel einfrieren können. Aber da ich nur so ein kleines Gefrierfach im Kühlschrank habe, ist das dann doch etwas schwierig. Das ist eben irgendwann voll. Und dann beschwert sich mein Freund, dass er keine Eiswürfel mehr machen kann. Und ich sag euch eins: Ein Mann ohne Eiswürfel kann ein sehr unzufriedener Mann sein. Also musste ich den Wirsing aufbrauchen.
Heute war dann auch der Tag, an dem ich endlich den letzten Rest gegessen habe. Nach 8 Tagen!!! Puh. Dafür gab's dann aber auch was echt leckeres: Kartoffel-Wirsing-Hack-Pfanne. Ich glaube, meine Mutter hat sowas in der Art früher oft als Eintopf gemacht. Und da ich alle Zutaten zu Hause hatte, musste ich auch nicht lange überlegen, was ich mit meinem Kohl anfange.
Zutaten:*
Wirsingkohl (in Streifen geschnitten)
Kartoffeln (gewürfelt)
Hackfleisch
Zwiebeln (fein gewürfelt)
geriebenen Käse (Gouda oder Parmesan)
Paprikapulver
Salz, Pfeffer
Gemüsebrühe
Öl
*Anmerkung: Ich habe keine Mengenangaben gemacht, weil man diese am besten selbst bestimmen kann. Je nachdem, in welchem Verhältnis zueinander man die Zutaten haben möchte. Auf dem Foto oben seht ihr aber, wieviel ich ungefähr für 3 gute Portionen genommen habe.
Die Zwiebeln in der Pfanne im heißen Öl anbraten. Dann das Hackfleisch dazu. Salzen und pfeffern. Sobald das Hack gut angebraten ist, kann der Wirsing hinzugefügt werden. Kurz mitbraten. Jetzt die Kartoffeln in die Pfanne geben und mit der Gemüsebrühe auffüllen, bis sie gerade eben bedeckt sind. So lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Zum Schluss den Käse darüberstreuen und schmelzen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken.
Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche!
Cathrin
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